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das war chile...

ein kleines "torres del paine" resumée

die "torres", das grosse ziel unserer reise - jetzt ist es vorbei.... es ist ein bisschen wie beim kochen: lange zeiten der vorbereitung und aufregung, ob auch alles klappt und dann ist es ganz schnell gegessen. und hat´s geschmeckt? also uns schon! was haben wir auf dem sofa gesessen, reisefuehrer gewaelzt, fotos im internet angesehen, informationen eingeholt und uns unsere eigene torres del paine welt vorgestellt. und dann erlebt man es doch immer wieder anders. so, als wuerde man den film zum buch sehen.
der torres del paine nationalpark ist in unseren augen schon ein besonderes stueck natur: wo in der welt kann man so viele verschiedene vegetationszonen auf nur tausend hoehenmeter verteilt sehen: waelder, steppe, krueppelbaeume und voellig vegetationslose gletscher und geroellfelder. dazu kommen die unzaehligen fluesse und baeche, deren wasser so klar ist, dass man es ohne bedenken trinken kann. doch das aussergewoehnlichste an diesem fleckchen erde sind vor allem die wolken, die orkanstarken winde und das farbenspiel der natur. in jeder stunde sieht die umgebung anders aus - von neblig grau bis zur voelligen farbuebersaettigung.
die wanderung selbst war eine interessante erfahrung fuer uns. ja, es war sehr anstrengend und ja, wir haben auch viel geflucht, aber am ende des tages sind diese anstrengungen schnell vergessen und man freut sich, oder ist sogar ueberrascht ueber sich selbst, dass man auch diese etappe gut ueberstanden hat. rueckblickend koennen wir sagen, dass diese wanderung schon eine sportliche herausforderung ist und wir uns ein bisschen mehr zeit lassen haetten sollen - sieben tage fuer den circuito sind schon ganz schoen knapp bemessen, weshalb wir auch immer sehr zuegig gelaufen sind. wir denken, man sollte sich mindestens zwei tage mehr zeit nehmen, um z.b. an einem der schoenen zeltplaetze einen ruhetag einzulegen oder einfach mal schlechtes wetter auszusitzen.
mit dem wetter hatten wir im uebrigen grosses glueck. die beruehmten stuerme haben wir nur kurz erlebt und wir koennen uns nicht vorstellen, wieviel anstrengender es sein muss, auch noch gegen diesen wind anzulaufen. die wenigen "feuchten" stunden mit nieselregen und nebel waren bei den ersten sonnenstrahlen schnell vergessen - und die sonne schien wirklich jeden nachmittag.
zu den anderen wanderern, die man unterwegs trifft, entwickelt man schnell ein sehr freundschaftliches verhaeltnis. neben roman, der uns die meiste zeit gesellschaft geleistet hat, gab es auch immer ein grosses wiedersehen mit der truppe israelis am ende jeder tagesetappe. und mit den schweizern haben wir die abschliessenden zwei tage verbracht. jeder hat ja letztendlich dasselbe durchgemacht und wir sind alle auch ein bisschen stolz, dass wir es geschafft haben.

inzwischen sind wir wieder in argentinien. gestern haben wir den verregneten tag in puerto natales genutzt, um unsere sachen waschen zu lassen und dann einfach nur rumzugammeln. zum abschluss und bevor sich alle wieder in die vier himmelsrichtungen verteilen (hier geht ja eigentlich nur nord oder sued) gab es noch ein gemeinses essen und wir haben noch ordentlich gefeiert.

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Posted by agentin b 15:58 Archived in Chile

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