isla magdalena
pinguine pinguine pinguine
09.03.2008
12 °C
was ist das fuer ein urlaub, in dem man frueher aufsteht, als an einem gewoehnlichen arbeitstag, bloss um irgendwelche fluege, busse und schiffe zu kriegen!? wir werden mit dicken augenringen wieder zurueck kommen...
es ist sonntag und der wecker klingelte um sechs. wir haben lange ueberlegt, ob wir wirklich aufstehen sollten, aber heute warteten die pinguine auf uns! diese knuddeligen dinger, fuer die man auch mal die zaehne zusammenbeisst und frueh aufsteht, um sie in freier wildbahn zu sehen.
schlaftrunken machten wir uns auf den weg zum tourbuero, denn alleine kommt man auf die insel nicht rauf - alles naturschutzgebiet natuerlich. mit zwei minibussen und ca. zehn anderen verschlafenen backpackern ging es zu einem kleinen anleger, von welchem wir mit einem "zodiac" - eine schlauchboot/motorbootkombination in richtung der pinguininsel fuhren. da es hier immer windig ist, war die fuenfzigminuetige fahrt ganz schoen rauh, aber das war erst der anfang.
zuerst ging es zu einer kleinen insel mit einer seehundkolonie. da konnten wir nochmal die schon bekannten bruellgeraeusche hoeren und den dicken beim flaezen und schwimmen zusehen.
dann kam auch schon die "isla magdalena" in sicht und mit ihr tausende von pinguinen. wir durften uns genau eine stunde auf der insel aufhalten. das hiess hier natuerlich anderthalb stunden. was soll ich sagen - ich denke die bilder sprechen fuer sich. diese watschelnden kulleraeugigen dinger moechte man am liebsten einpacken. einige guckten aus ihren loechern raus, andere schliefen, manche gingen baden, ein paar genossen die aussicht....wir haben uns praechtig amuesiert.





auf der insel gibt es nichts ausser pinguine und einen leuchtturm. in diesem leuchtturm trafen wir auf eine junge deutsche professorin, die dort fuer zwei jahre(!) lebt, um eine forschungsarbeit zu schreiben. da muss man glaube fuer geboren sein. dabei war sie ganz nett ;-)


der rueckweg war im wahrsten sinne des wortes "zum kotzen". jetzt versteh ich auch, warum auf der magellanenstrasse so viele schiffe verunglueckt sind. unser capitano war pitschnass und hoechst konzentriert, den wellen auszuweichen. eine weile war kein land mehr in sicht, einer hing ueber der nicht vorhandenen reling und einige sahen sehr blaesslich aus. wir hatten unseren spass, auch wenn es kurze augenblicke gab, in denen ich mir ueberlegte, was ich als erstes mache, wenn wir alle umkippen. aber wie immer ist mal wieder alles gut gegangen, wir haben nach langer zeit das ufer erreicht und sind schwankend und durchgefroren vom boot gegangen.
morgen geht es schon wieder weiter nach "puerto natales", dem ausgangspunkt fuer unsere siebentaegige wanderung durch den "torres del paine" - der eigentliche grund und das lange jahre ersehnte ziel unseres patagonienurlaubs, dem wir nun schon sehr nahe sind.